Laut Vereinssatzung wurde der Sportverein BORUSIA MÖHNSEN am 23. Januar 1957 gegründet und zwar von Horst Heymann, Karl-Heinz Burmester und Herbert Hellenbach. Vorsitzender wurde der Gastwirt Heinrich Koops, Möhnsen, dessen Gaststätte bis Ende 1961 das Vereinslokal war.
Im ersten Jahr am 1.1.1958 gehörten dem Verein 52 Mitglieder an, wobei es nur eine Fußballsparte gab.
Am 1.1.1966 waren es 70 Mitglieder – Fußball
am 1.1.1971 „ „ 103 „ „
am 1.1.1974 „ „ 211 „ „ Aufbau der Jugendabteilung
am 1.1.1975 „ „ 300 „ „ Damen-Gymnastik und für kurze Zeit
Kindergymnastik
am 1.1.1979 „ „ 370 „ „ Gymnastik und Handball
am 1.1.1985 „ „ 333 „ „ „ „
am 1.1.1991 „ „ 312 „ „ „ „
am 1.1.1992 „ „ 293 „ „ „ Handball nach
Großensee
am 1.1.2000 „ „ 277 „ „ „ davon 68 passive Mitgl.
am 1.1.2005 „ „ 287 „ „ „ „ 87 „
am 1.1.2007 „ „ 320 „ „ „ „ 98 „
Wie aus der vorstehenden Aufstellung ersichtlich, hat die Mitgliederzahl 1974 durch den Aufbau der Fußballjugendabteilung durch Rudi Wegener und durch die Gymnastik- abteilung durch Eva Glunz ab 1975 erheblich zugenommen.
Durch den Wechsel der Handballabteilung nach Großensee im Jahre 1992 kam es zu einem Mitgliederrückgang, der aber wieder weitgehend ausgeglichen wurde.
Erwähnenswert ist der Zuwachs der passiven Mitglieder, da aktive Mitglieder teilweise dem Verein treu blieben und in die Passiv-Abteilung wechselten.
Die Mitglieder kommen aus folgenden Gemeinden:
Möhnsen 141 Kasseburg 27
Basthorst 43 Köthel 12
Dahmker 4 Kuddewörde 8
Hamfelde 22 Schwarzenbek 13
Havekost 11 Sonstige 39 (Hamburg. Trittau u.a.)
Von den Gründungsmitgliedern gehören dem Verein noch 15 an, die somit ihr persönliches Jubiläum feiern können und besonders geehrt werden. Besonders zu erwähnen ist Werner Heller, der vom ersten Tag bis zum Frühjahr 1997 Schatzmeister war (Nachfolger: Claus-Hinrich Glunz). Werner Heller hielt sich nie zurück, wenn es darum ging, Eigenleistungen zu erbringen, wie z.B. beim Bau der Umkleidekabinen und Duschen.
BORUSSIA MÖHNSEN hat gegenwärtig 10 Fußballmannschaften:
I. und II. Herren, Altherren, C-, D-, E-, F- und G-Jugend sowie 2 Mädchen-
Mannschaften der D- und E-Jugend.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Betreuern und Trainern sowie dem Fuß-
ballobmann Ernst-Wilhelm Glunz. Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen werden z.Zt. nicht unterhalten. Näheres kann dem „Kuckucksberger“ entnommen werden; Einzelheiten würden an dieser Stelle zu umfangreich sein.
Zu nennen ist auch die Triathlon-Sparte mit gegenwärtig einem Mitglied, Heinrich Hamester.
Zu einem Sportverein gehört natürlich auch ein Sportplatz. Dieser wurde im Gründungsjahr von dem Landwirt Hermann Müller auf seiner Hauskoppel kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Tore finanzierte der Verein über eine Sammlung. Als uns dieser Platz gekündigt wurde, erhielten wir nach längerem Suchen Ersatz von Franz-Heinrich Siemers auf dem Kamp am Bahnhof. Diese Plätze waren gleichzeitig Viehweiden und konnten daher nicht gemäht werden. Entsprechend war auch das Spiel. Oft waren wir vor dem Spielen auf dem Platz, um mit Schaufeln bewaffnet die größten Kuhfladen zu beseitigen.
Im Jahr 1962 mussten wir auch den Platz bei Siemers abgeben und erhielten dann die Hauskoppel von Heinrich Ehlers (später Krüger), wo sich heute noch unsere beiden Plätze befinden. Diese wurden mit einer Planierraupe geebnet und von den Vereinsmitgliedern mit Harken geglättet. Seit diesem Zeitpunkt wurde die Gaststätte Ehlers/Krüger unser Vereinslokal.
Mit diesem Sportplatz waren wir recht zufrieden, zumal wir hier 1967 Umkleidekabinen und Duschen im ehemaligen Schweinestall bauen konnten. Die Arbeiten wurden in Eigenleistung verrichtet mit einem Kreiszuschuss von DM 1000,--; die Gesamtkosten betrugen DM 3000,--
Da die Fußballabteilung immer größer wurde, war der Platz bei schlechtem Wetter oft in einem unbespielbaren Zustand, und es kam zunehmend zu Engpässen. Wir stellten daher Anträge auf Zuschüsse für Modernisierung. Im Jahr 1975 konnte die Gemeinde Möhnsen den Bau einer Sportanlage mit zwei Spielplätzen in Auftrag geben – Kostenaufwand: DM 245.000,--. Der Verein hatte sich verpflichtet, Eigenleistungen für Drainage, Zäune, Tore usw. in Höhe von DM 50.000,-- zu erbringen, die er auch reibungslos und fristgemäß erledigte. Die erforderliche zusätzlich Fläche wurde von Franz-Heinrich Siemers hinzugepachtet. Während der Bauphase und Ansaat des Rasenplatzes erhielten wir von Landwirt Karl Stapelfeldt in Dahmker eine Ausweichfläche.
Neben den Arbeiten an beiden Sportplätzen wurde, ebenfalls in Eigenleistung, eine Flutlichtanlage für den Grandplatz erstellt. Es wurden Betonmasten von der Schleswag angeschafft und mit Eisenträgern auf die erforderliche Länge gebracht. Damit hatten wir die erforderliche Ausleuchtung, um Pflichtspiele durchführen zu können. Die Kosten betrugen DM 5500,-- im Vergleich zu DM 25.000,--, wenn wir eine Firma beauf-
tragt hätten. Das erforderliche Kapital konnte durch eine Sammlung im Verein aufgebracht werden.
Noch vor dem Bau der Sportplätze hat unser damaliger Vereinswirt, Uwe Krüger, die Mehrzweckhalle errichtet, die vor allem unseren Jugendlichen, der Gymnastikgruppe und den Handballern von Nutzen war. Der Verein zahlte dafür eine Miete. 1991 ist sie mit dem Sportplätzen (außer der Pachtfläche von Siemers) in den Besitz der Gemeinde übergegangen. Regelmäßig wurden Sanierungsarbeiten vorgenommen. Die jüngste Investition der Gemeinde wurde erst vor wenigen Tagen beendet: die Holzverkleidung der Giebelwände. Da die Heizung nicht ausreicht, nutzen die Gymnastikdamen seit 1996 die Sporthalle der Verbandsschule Schwarzenbek Nordost in gutem Einvernehmen mit einer Gruppe aus Schwarzenbek. Gymnastikübungsleiterin ist Ulrike Richter, die vor
5 Jahren die Nachfolge von Irene Zernig, 17 Jahre Leiterin, antrat. Vorgängerin von Frau Zernig war Eva Glunz, die das Amt 22 Jahre inne hatte. Mehr über die Aktivitäten der Gymnastikdamen erfahren Sie aus dem „Kuckucksberger“.
Durch die starke Zunahme des Spielbetriebes mussten Umkleidekabinen und Duschen modernisiert werden. Die Bauarbeiten wurden von 1981-1983 in Eigenleistung durchgeführt. Die Kosten beliefen sich auf rd. DM 130.000,--.
In den folgenden Jahren wurden weitere Baumaßnahmen durchgeführt:
1991-1994 Kabinen, Duschen und Toiletten an der Halle, die auch bei
Veranstaltungen in der Halle genutzt werden können.
1995-1996 Erneuerung des Zaunes, Aufstellung eines Containers
Verteilung von Rotgrand auf dem Sportplatz,
Erneuerung der Heizung in den alten Kabinen
1997 Erstellung der Hütte für Ausschank
2004 Anschluss der Platzberegnung an die Zentrale Wasserversorgung
Für die nächste Zeit ist die Sanierung der Kabinendächer in der Planung.
Da die Familie Krüger ihre Gaststätte aufgab, kaufte die Gemeinde die ehemalige Krügersche Scheune und baute sie 2002 zu einem Bürgerhaus um, das u.a. auch vom Sportverein genutzt wird.
Wie diesem Bericht zu entnehmen ist, konnte und kann der Vereinsbetrieb nur durch ein erhebliches Maß an Eigenleistung aufrechterhalten werden. Aber dieser Einsatz der Mitglieder reicht allein nicht aus. Es wird auch Geld benötigt, das aus den Beiträgen allein nicht aufgebracht werden kann. Wir danken daher den Gemeinden vor allem Möhnsen aber auch Basthorst, Kasseburg, Hamfelde, Dahmker und Havekost sowie dem Kreis Herzogtum Lauenburg für die finanzielle Hilfe und hoffen, dass die Zuschüsse weiterhin zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen gewährt werden können.
Unser Dank gilt auch allen ehrenamtlich Tätigen, Freunden und Förderern des Sportvereins.